Geschichte: Von der Arbeitsgemeinschaft Solar 91 zur Solar Agentur

1. Anfänge

Am 22. Mai 1990 lancierte die gemeinnützige «Arbeitsgemeinschaft Solar 91 für eine energieunabhängigere Schweiz» (heute: Solar Agentur Schweiz) den Schweizer Solarpreis. Im Rahmen dieses nationalen Projektes wurden Gemeinden, Privatunternehmungen und Einzelpersonen aufgefordert, Solaranlagen zwischen 1 kW und 1 MW zu planen und zu bauen, und zwar explizit ohne Grünflächen zu beanspruchen. Zum 700-jährigen Jubiläum der Schweizer Eidgenossenschaft 1991 und im Beisein von Bundesrat und Energieminister Adolf Ogi wurde am 4. Oktober 1991 erstmals der Schweizer Solarpreis verliehen. Die gemeinnützige Solar Agentur Schweiz ist gesamtschweizerisch breit abgestützt.

2. Was will die Solar Agentur Schweiz (SAS)?

Als Koordinatorin des Schweizer und Europäischen Solarpreises strebt die Solar Agentur Schweiz in allen 2'600 Schweizer Gemeinden und Städten die Nutzung der Solarenergie auf überbauter Fläche an. Dieses Ziel soll vor allem durch bessere Rahmenbedingungen für PlusEnergieBauten umgesetzt werden. Denn PEB senken 80% Energieverluste und CO2-Emissionen und erhöhen die lokale Wertschöpfung.

3. PlusEnergieBauten und Norman Foster Solar Award

2010 wurden zum ersten Mal Preise für PlusEnergieBauten verliehen. Das Ziel der PEB-Preise ist es, Architekten und Ingenieure dem Stand der Technik entsprechend zu fördern und zu fordern, um möglichst flächendeckend PEB zu realisieren. Im Jahr 2000 wurden die ersten Wohn- und Geschäftsbauten in BE und GR als PEB mit dem Schweizer und Europ. Solarpreis ausgezeichnet. Seither fand eine Revolution im Gebäudetechnologiegewerbe statt. Man erstellt immer energieeffizientere Bauten, die bei vollem Komfort immer weniger Energie konsumieren und mehr Energie erzeugen, als sie im Jahresdurchschnitt für Heizung, Warmwasser und die gesamte Stromversorgung benötigen. Der PEB-Stromüberschuss kann ins öffentliche Netz eingespeist oder für Elektroautos, den ÖV und zur Senkung von CO2-Emissionen verwendet werden. PEB leisten somit den mit Abstand grössten und ökonomisch günstigsten Beitrag für die Energiewende 2050. Mehr dazu finden Sie hier.   

Der Norman Foster Solar Award (NFSA) für PEB soll die Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in Kombination mit Ästhetik und Wohnkomfort fördern. Er weist auf das riesige Energiepotential im Gebäudesektor hin. Die ausgezeichneten Gebäude beweisen, dass ökologisches und energieeffizientes Bauen mit modernster Architektur, Ästhetik, Komfort und hoher Lebensqualität problemlos vereinbar ist. 

4. Europäischer Solarpreis

Gestützt auf einen Beschluss des Europäischen Parlaments von 1993 erarbeitete die Arbeitsgemeinschaft Solar 91 das Projekt für einen Europäischen Solarpreis. Im Beisein von Bundeskanzler Vranitzky erfolgte dann die Verleihung des ersten Europäischen Solarpreises im Oktober 1994 in Wien. Heute wird der Europäische Solarpreis in Zusammenarbeit mit den Eurosolar-Verbänden und „Energie pour le Monde“ (Paris) an Gewinner/innen aus über 20 Ländern verliehen.