Erneuerbare Energien allgemein

Der Begriff "Erneuerbare Energien" umfasst in der Regel nebst der Sonnenenergie auch die Energiequellen Wasser, Biomasse, Holz, Wind, Umweltwärme und Geothermie. Mehr Informationen zu all diesen erneuerbaren Energieformen finden Sie bei der Agentur für Erneuerbare Energien.

Wasser
Wasser als Energieträger hat in der Schweiz Tradition. 60 % unserer Stromproduktion stammen aus Wasserkraftwerken. Gespiesen werden sie von Stauseen und Flüssen. Bei der Erneuerung bestehender Kraftwerke sind die Betreiber bestrebt, die Ansprüche von Landschaftsschutz, Fischerei und Tourismus in Einklang mit einer wirtschaftlichen Nutzung zu bringen.

Biomasse
Biomasse ist ein Überbegriff für organisches Material. Dazu gehören Grünabfälle aus Haushalt und Garten, organische Rest- und Abfallstoffe aus Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie, organisches Material in Kläranlagen sowie eigens zu Energiezwecken produzierte Pflanzen wie Chinaschilf und Ölsaaten.
Die Vergärung der Biomasse hat viele Vorteile: Klär- und Kehrichtverbrennungsanlagen werden entlastet, Geruchsprobleme gelöst und wertvolles Biogas produziert. Dieses wird für die ökologische Produktion von Wärme, Strom und Treibstoff eingesetzt. Übrigens: Auch Holz ist Biomasse, wird aber aufgrund seiner Bedeutung für die Energieproduktion häufig separat vorgestellt.

Holz
Holz ist nach Wasser unsere zweitwichtigste einheimische Energie. Als Energieholz findet Waldholz, Restholz aus der Industrie oder Altholz Verwendung. Eine Verdoppelung der heutigen Nutzung bei gleichzeitig optimaler Pflege des Waldes ist ohne weiteres möglich. Ob als Pelletfeuerung im Minergiehaus, Stückholzkessel im Bauernhaus oder automatische Holzfeuerung mit Nahwärmenetz in der Stadt - für jeden Bereich erlaubt die moderne Technik massgeschneiderte und komfortable Lösungen.

Wind
Wind ist eine noch nicht voll ausgeschöpfte Energiequelle, die ganzjährig, besonders aber im Winterhalbjahr zur Verfügung steht. Die Technik ist ausgereift. Die Nutzung der Windkraft hat in der Schweiz erst vor einigen Jahren begonnen. Als Standort geeignet sind Hochebenen, Kuppen und Passlagen im Alpenraum und im Jura. Bei der Realisierung von Windstromanlagen werden die Anforderungen des Natur- und Landschaftschutzes berücksichtigt.

Umweltwärme
Überall in unserer Umgebung - in der Luft, im Erdreich, im Abwasser, im Grund-, See- und Flusswasser - ist Sonnenwärme gespeichert. Zur Nutzung dieser natürlichen Energiequelle gibt es eine seit Jahren bewährte Technik: die Wärmepumpe. Mit diesem effizienten System ist es möglich, die Temperatur der aus der Umwelt gewonnenen Wärme noch zu erhöhen. So kann sie als ideale Heizenergie eingesetzt werden.

Geothermie
Im Erdinneren sind immense Wärmemengen gespeichert. Die Temperatur im Erdkern wird auf 5000 °C geschätzt. Bereits seit vielen Jahren bewähren sich Technologien zur Nutzung der Erdwärme aus geringen Tiefen. Mit heutiger Technik sind aber auch Tiefen bis zu mehreren Tausend Metern erreichbar. Wärme aus diesen Bereichen kann zudem für die Produktion von Elektrizität genutzt werden. Hier schlummert ein bedeutendes Potenzial.