Schweizer Solarpreis 2015: Die Gewinner

Hier stellen wir Ihnen sämtliche Schweizer Solarpreisträger/innen des Jahres 2015 vor. Die folgenden Projekte wurden am 29.September 2015 mit dem Schweizer Solarpreis  ausgezeichnet. An der Jubiläumsfeier zeichneten e. Bundespräsident Adolf Ogi, Präsident SIA Stefan Cadosch, Regierungsvertreter, National-, Stände- und Stadträte sowie weitere prominente Persönlichkeiten, die energieeffizientesten Bauten, die schönsten Solaranlagen und Institutionen mit dem Schweizer Solarpreis und dem Norman Foster Solar Award für PEB 2015 aus.

Eine Zusammenfassung aller Projekte finden Sie in der Solarpreispublikation 2015. Sie können die Solarpreispublikation 2015 in unserem Shop bestellen oder hier downloaden (siehe Link unten).

Die Publikation der Solarpreis-Bilder ist ausschliesslich unter der Quellenangabe "Schweizer Solarpreis 2015" gestattet. (Bei Nichteinhalten dieser Vorgaben werden CHF 5000.- in Rechnung gestellt).

 

Preis-Gewinner-Liste

Persönlichkeiten: Christian Hassler, alpiner Solarpionier, 7433 Donat/GR

Kategorie A

Im Jahr 1985 gründete Christian Hassler die Firma «hassler energia alternativa AG», welche dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert. Sie entwickelte sich mit den neusten Technologien stets weiter und eignete sich im Bereich der erneuerbaren Energien grosses Know-how an. Dadurch gelang es Christian Hassler, sich mit seiner Firma als kompetenter Partner für die Solarenergie zu etablieren. Hasslers Firma ist auf Photovoltaik- und Solarwärmeanlagen im alpinen Raum sowie Holzpellet-Heizsysteme spezialisiert. Sie beschäftigt über 15 Mitarbeitende.

Persönlichkeiten: Ségolène Royal, Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie/FRA

Kategorie A

Seit Jahrzehnten weisen Städte wie Paris, Berlin, Lyon, London, Genf, Wien und Zürich viel zu hohe CO2- und weitere Emissionen auf, wie Ozon, NOx etc., welche die Grenzwerte überschreiten. Die Städte erlassen dann kurzfristige Massnahmen, um die Emissionen an ein oder zwei Tagen zu senken. Die Ministerin für Energie und Ökologie in Frankreich, Ségolène Royal, schlug im April 2015 vor, anstelle der alternierenden Fahrzulassung bei überschrittenen Grenzwerten, bis in fünf Jahren alle Taxi und Bus-Fahrzeuge in Paris mit Elektro- statt Verbrennungsmotoren auszustatten.

Institutionen: Wärmeverbund St. Moritz Energie, 7500 St. Moritz/GR

Kategorie A

Das Seewasser bildet das Wärmereservoir für St. Moritz Energie zur Versorgung von St. Moritz Bad. Der See liefert auch bei tiefen Temperaturen genügend Wärme für den Wärmeverbund. Die Wärmepumpe saugt das 4 °C kalte Wasser in 15 m Tiefe an, entzieht ihm Wärme und heizt damit das Fernwärmenetz von St. Moritz Energie auf rund 70 °C. Das auf 1 °C abgekühlte Wasser fliesst wieder in den See zurück. Vor der Inbetriebnahme des Wärmeverbundes stammten 97% der verbrauchten Wärmeenergie aus fossilen Quellen. Die aktuell 2.5 MW starke Energiezentrale senkt den fossilen Anteil auf 28%.

Institutionen: Stadt Genf, 1204 Genf/GE

Kategorie A

Das Engagement der Stadt Genf für die erneuerbaren Energien ist das Resultat langjähriger ambitionierter Visionen. Die Stadt erhielt bereits verschiedene Auszeichnungen für eine nachhaltige Energienutzung. Die Stadtregierung ist bestrebt, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren. Deshalb installierte die Stadt Genf bis heute 45 thermische und 14 PV-Anlagen. Die solarthermischen Anlagen reduzieren jährlich über 400 t CO2-Emmissionen und die PV-Anlagen erzeugen gut 340‘000 kWh/a.

Institutionen: Pfadi und Heimverein Falkenstein, 3098 Köniz/BE

Kategorie A

Seit 2003 setzen sich die Pfadi und der Heimverein Falkenstein Köniz/BE für eine nachhaltige Umsetzung energetischer Massnahmen ein. Seit 2003 erstellte die Pfadi vier Photovoltaikanlagen, zwei Solarkollektoranlagen sowie elf Solarstrassenlampen. Mit ihren vier PV-Anlagen erzeugen sie jährlich 35’700 kWh Strom. Um den Wärmebedarf zu senken, sanierte die Pfadi ihre zwei Hauptgebäude umfassend. Dazu führt sie auch Jugendsolarprojekte, pädagogische Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen sowie Aufklärungsarbeit im Bereich der Solarenergie durch.

Institutionen: Energiekonzept Stanserhorn-Bahn, 6370 Stans/NW

Kategorie A

Die Stanserhorn-Bahn engagiert sich seit Jahren für eine nachhaltige Entwicklung auf dem Berg. Schrittweise sanierte sie ihre Gebäude und die Stanserbahn. Dabei nutzt sie erneuerbare Energien und die passive Solarenergie durch eine intelligente Solararchitektur für das Bergrestaurant, welches aus lokalem Holz gebaut ist. Die 56-m2-Solarthermieanlage erzeugt rund 25’000 kWh/a. Die 24.7 kW starke PV-Anlage produziert 22’000 kWh/a. Zusammen mit der Wärmerückgewinnung generieren die Bahnen rund 60’000 kWh/a oder ca. 11% des Gesamtenergiebedarfs.

Ehrensolarpreis: Prof. Marc H. Collomb, 1003 Lausanne/VD

Kategorie A
Marc Henri Collomb wurde 1999 als Nachfolger vom Prof. Dr. Hans-Urs Wanner zum zweiten Präsidenten der Schweizer Solarpreis-Jury gewählt. Mit grosser Umsicht, ausgezeichnetem Fachwissen und viel Diplomatie leitete er die Schweizer Solarpreisjury während 15 Jahren von 1999 bis 2014. Die Accademia di Architettura in Mendrisio wählte Prof. Collomb 2014 zum Dekan. Deshalb musste er als Jurypräsident demissionieren.

Ehrensolarpreis: Adolf Ogi, e. Bundespräsident

Kategorie A

Als Bundesrat und Energieminister gewann Adolf Ogi am 23. Sept. 1990 die wichtigste Volksabstimmung für eine sichere und effiziente Energieversorgung mit mehr erneuerbaren Energien. Mit der Übernahme des Patronats für den Schweizer Solarpreis 1990 half Adolf Ogi entscheidend mit, eine neue und saubere Energieepoche für alle einzuleiten. Darauf lancierte er mit dem Bundesrat das Programm Energie 2000. Das Parlament kürzte die Mittel massiv, doch Ogis Wille war ungebrochen, sein Engagement legendär. Er findet die richtigen Worte und kämpft mit Herz und Verstand für die Sache.

Ehrensolarpreis: Tour de Sol-Pioniere, René Jeanneret und Max Horlacher

Sondersolarpreise

Am 25. Juni 1985 startete die Tour de Sol – das weltweit erste Solarmobil-Rennen – am Bodensee und endete nach fünf Tagesetappen am Lac Léman. Das Ziel der Tour de Sol-Fahrt war, die Kraft der Solarenergie mit Solarfahrzeugen zu demonstrieren. Als erste und einzige Hochschule der Schweiz beteiligte sich die Ingenieurschule Biel mit Direktor Dr. Fredy Sidler und Vizedirektor René Jeanneret als technischer Leiter von Anfang an am Solarmobil-Rennen. Ein weiterer Pionier dieser Zeit war Max Horlacher, der «Vater des Leichtbaufahrzeugs».

Ehrensolarpreis: Lord Norman Foster, Foster + Partners, London/GB

Sondersolarpreise

Lord Norman Fosters architektonische Meisterwerke wie der Reichstag in Berlin, der „Gherkin“ in London, die Millaubrücke in Frankreich, der internationale Flughafen Pekings oder die mit 50 cm optimal gedämmte Chesa Futura in St. Moritz zeugen alle von brillantem Design, nachhaltiger Architektur und zukunftsweisender Stadtplanung. Lord Fosters aussergewöhnliche Gebäude und Infrastrukturprojekte prägen die Stadtsilhouetten und bilden nachhaltige Wahrzeichen moderner Städte auf allen Kontinenten.

Ehrensolarpreis: Felix Vontobel, Stv. CEO Repower, 7742 Poschiavo/GR

Sondersolarpreise

Für die Lancierung des Norman Foster Solar Awards für ästhetisch und architektonisch vorbildliche PlusEnergieBauten (PEB) 2010 engagierte sich Felix Vontobel als stellvertretender Direktor der Repower AG, welche die ersten Jahre insgesamt 350’000 Franken Preisgeld für die Gewinner stiftete. Dieser aussergewöhnliche Solararchitekturpreis fördert die PEB bis heute entscheidend.

Norman Foster Solar Award: 238%-PEB Cavigelli Ingenieure, 7130 Ilanz/Glion (GR)

Kategorie LNFSA

Optisch modern und technisch einwandfrei präsentiert sich der «Monolith» in Ilanz, der ersten Stadt am Rhein. Die im Flachdach optimal nach Ost-West ausgerichtete und sorgfältig integrierte PV-Anlage erzeugt knapp 30’000 kWh/a. Die Lärchenlamellen ermöglichen im Winterhalbjahr die passive Solarnutzung und schützen im Sommer vor Überhitzung. Dank guter Wärmedämmung, einer Erdsonden-Wärmepumpe, Komfortlüftungsanlage, A++-Haushaltsgeräten, 91% LED-Lampen und einer ansprechenden Solararchitektur benötigt der Verwaltungsneubau mit 24 Mitarbeiter/innen insgesamt bloss 12’600 kWh/a.

NFSA-Diplom: 152%-PEB-EFH-Sanierung Walder, 7151 Schluein/GR

Kategorie LNFSA

Petra und Vitus Walder-Wyss erweiterten das 1951 erstellte Bündner Holzhaus in Schluein/GR um einen Drittel, sanierten es umfassend und verwandelten es in einen PlusEnergieBau (PEB). Die 15.5 kW starke und Ost-West-ausgerichtete, perfekt dachintegrierte PV-Anlage erzeugt 15’500 kWh/a. In Kombination mit der 9.2 m2 grossen Solarthermie-Anlage, welche 4’950 kWh/a produziert, beträgt die Eigenenergieversorgung 152%. Die Familie dämmte die Gebäudehülle und installierte moderne Haushaltsgeräte sowie LED-Lampen.

1. PEB-Solarpreis: 486%-PlusEnergieBau Sieber, 6174 Sörenberg/LU

Kategorie PEB

Das Wohn- und Geschäftshaus von Reto und Birgit Sieber befindet sich in Sörenberg/LU auf 1’100 m ü. M. Dank guter Wärmedämmung, einer Wärmepumpe, energieeffizienten Geräten und LED-Beleuchtung benötigt der PlusEnergieBau jährlich 10’400 kWh Strom. Darin enthalten ist auch die Fahrt zur Arbeit mit dem Renault Zoe. Die perfekt und vollflächig integrierte PV-Anlage bedeckt das gesamte für diese Region typische Walmdach und erzeugt 43’800 kWh/a. Damit generiert der «Solardiamant der Alpen» eine Eigenenergieversorgung von 486%, mit dem Renault Zoe 421%.

2. PEB-Solarpreis: 131%-PEB-MFH Hardegger, 8102 Oberengstringen/ZH

Kategorie PEB

Das Vierfamilienhaus Hardegger aus den 1950er Jahren konsumierte vor der Sanierung 66’800 kWh/a. Dank guter Wärmedämmung, energieeffizienten Haushaltsgeräten und LED-Lampen sank der Gesamtenergiebedarf um 72% auf 18’800 kWh/a. Die 31.3 kW starke PV-Anlage erzeugt 24’500 kWh/a, 41% davon nordseitig, und garantiert eine Eigenenergieversorgung von 131%. Die PlusEnergie-Bausanierung im Minergie-P-Eco-Standard in Oberengstringens Kernzone fügt sich optimal in das historische Ortsbild ein und wertet es auf.

3. PEB-Solarpreis: 147%-PEB-Ersatzbau Kaiser, 8103 Unterengstringen/ZH

Kategorie PEB

Die Familie Kaiser erstellte in Unterengstringen/ZH anstelle des 50-jährigen Einfamilienhauses ein PlusEnergie-Mehrfamilienhaus. Dank energieeffizienter Gebäudehülle mit optimaler Minergie-P-Dämmung und modernen Haushaltsgeräten weist der Ersatzneubau einen Gesamtenergiebedarf von 19’900 kWh/a auf. Das solarbetriebene Energiesystem generiert Wärme aus einer Erdsonden-Wärmepumpe und versorgt alle drei Wohnungen separat mit frischer Luft. Die gut integrierte, seitenbündige, 29.9 kW starke PV-Flachdachanlage erzeugt 29’100 kWh/a und deckt damit 147% des Eigenenergiebedarfs.

HEV-Sondersolarpreis: 130%-PEB-DEFH-Sanierung Fellmann, 6253 Uffikon/LU

Kategorie B

Das Einfamilienhaus Fellmann in Uffikon/LU wurde im Zuge einer Gesamterneuerung um ein Geschoss erweitert und energetisch optimiert. Dank der guten Wärmedämmung von 28 bis 30 cm und A+++-Haushaltsgeräten sowie LED-Lampen konnte der Gesamtenergiebedarf um fast zwei Drittel auf 15’200 kWh/a gesenkt werden. Dies bei gleichzeitiger Vergrösserung der Wohnfläche um das Eineinhalbfache. Die 17.6 kW starke PV-Anlage erzeugt 17’700 kWh/a. Die Sonnenkollektoren erzeugen rund 2’100 kWh/a nutzbare Solarenergie.

PEB-Diplom: 267%-PEB-EFH Beuchat, 1284 Chancy/GE

Kategorie PEB

Xavier Beuchat erstellte in der Gemeinde Chancy des Kantons Genf sein Einfamilienhaus (EFH) in PlusEnergie-Bauweise. Der Neubau hat dank einer Holzfaser-Dämmung, energieeffizienten Geräten und LED-Lampen einen tiefen Energiebedarf von 8‘200 kWh/a. Die südseitig dachintegrierte seiten- und firstbündige 14.5 kW starke PV-Anlage produziert 16‘300 kWh/a. Im Garten erzeugt die solarthermische Anlage nutzbare 5‘600 kWh/a. Damit weist das EFH eine Eigenenergieversorgung von 21‘900 kWh/a oder 267% auf.

PEB-Diplom: 229%-PEB-EFH Zollinger, 8200 Schaffhausen/SH

Kategorie PEB

Der in einen Steilhang eingebettete Holzelementbau der Familie Zollinger-Santos in Schaffhausen verfügt über eine 10 kW starke PV-Dachanlage mit einer Jahresproduktion von 13’300 kWh. In die Südfassade ist eine 15 m2 grosse thermische Anlage vorbildlich integriert. Sie versorgt das Haus zusammen mit dem Kachelofen ganzjährig mit Wärmeenergie. Die Solaranlagen bilden den solaraktiven Gebäudebestandteil des PlusEnergieBaus (PEB), der 229% des Energiebedarfs deckt. Dazu verwendet das PlusEnergie-Einfamilienhaus (EFH) zwei bis drei Ster einheimisches Holz pro Jahr.

PEB-Diplom: 196%-PEB-EFH Gesamtüberbauung, 4538 Oberbipp/BE

Kategorie PEB

In Oberbipp/BE entstanden Ende 2014 die ersten drei von insgesamt elf geplanten Einfamilienhäusern (EFH) in Holzbauweise mit einer passivsolaren Fassadendämmung. Durch die Kartonwaben hinter der Glasschicht gelangt die Sonnenwärme zeitversetzt bis in die Nacht ins Gebäudeinnere. Dadurch verringert sich der Heizbedarf. Eine Wärmerückgewinnungsanlage nutzt das Grauwasser zur Vorwärmung des Warmwassers. Dadurch beträgt der Gesamtenergiebedarf 8’300 kWh/a. Die vollflächig perfekt dachintegrierte, 18 kW starke PV-Anlage produziert 16’200 kWh/a, die den Stromspeicher laden.

PEB-Diplom: 187%-PEB-MFH Gasser, 7023 Haldenstein/GR

Kategorie PEB

Der Umbau und die energetische Sanierung verwandelten das Einfamilienhaus, früher eine Energieschleuder, in ein 187%-PlusEnergie-Zweifamilienhaus. Wände, Dach und Boden sind gut gedämmt und die Fenster dreifach verglast. Die ehemals verputzte Fassade ziert nun eine mit Zellulose gedämmte Holzverschalung. Die 19.6 kW starke, seiten- und traufbündig dachintegrierte PV-Anlage produziert 15’800 kWh/a. Das Kompaktgerät, welches die Lüftung und die Warmwasser- und Wärmeerzeugung in einem beinhaltet, versorgt das Gebäude mit frischer Luft und Energie.

PEB-Diplom: 173%-PEB-EFH Beutler Caduff, 3600 Thun/BE

Kategorie PEB

Die Familie Beutler Caduff erweiterte und sanierte das 1954 erstellte Einfamilienhaus (EFH) in Thun/BE. Mittels wärmetechnischer Sanierung und Installation einer 17 kW starken PV-Anlage verwandelte die Familie das alte EFH in einen PlusEnergieBau (PEB). Dank Wärmedämmung, energieeffizienten Geräten und energiesparenden Leuchtmitteln sank der Gesamtenergiebedarf trotz Vergrösserung der Energiebezugsfläche um rund 60% auf 9’500 kWh/a. Aus Kostengründen bleibt die Gasheizung vorläufig noch bestehen.

PEB-Diplom: 155%-PEB-EFH Beck Rimann, 5430 Wettingen/AG

Kategorie PEB

Das 1946 erstellte Einfamilienhaus (EFH) der Familie Beck Rimann in Wettingen entstammt dem Kohlezeitalter. Die jüngste Sanierung verwandelte die Energieschleuder in einen zukunftsweisenden PlusEnergieBau (PEB) des Solarzeitalters mit einer 155%-Eigenenergieversorgung und stark verbessertem Wohnkomfort. Dank verstärkter Wärmedämmung sank der Energiebedarf um 73% von 35’100 kWh/a auf 9’300 kWh/a. Die Wärmepumpe ersetzt die alte Ölheizung. Die 13 kW starke, perfekt vollflächig integrierte, nach Süden ausgerichtete PV-Anlage produziert mit ihren monokristallinen Solarzellen 14’500 kWh/a.

PEB-Diplom: 136%-PEB-MFH Städler, 9445 Rebstein/SG

Kategorie PEB

Der Schreinermeister René Städler erstellte das 12-Familien-Holzhaus in Rebstein/SG. Dank Wärmedämmung und energieeffizienten Haushaltsgeräten benötigt das Mehrfamilienhaus (MFH) insgesamt nur 59’200 kWh/a. Alle vier Fassaden sind mit sorgfältig integrierten Solarzellen ausgestattet, die jährlich 24’300 kWh produzieren. Auf dem Dach ist eine ganzflächige 44 kW starke Ost-West-PV-Flachdachanlage installiert, die gut 39’100 kWh/a erzeugt und tagsüber eine gleichmässige Stromerzeugung gewährleistet. Zusammen mit dem Carport produzieren alle PV-Anlagen 70’100 kWh/a.

PEB-Diplom: 131%-PEB-MFH Borelli, 6900 Cadro-Lugano/TI

Kategorie PEB

Das 7-Familienhaus (MFH) steht am Südrand des Dorfkerns von Cadro-Lugano im Tessin. Dank guter Wärmedämmung, effizienten Haushaltsgeräten und LED-Lampen benötigt der Neubau 28‘500 kWh/a. Die 29.4 kW starke nach Süden gerichtete PV-Flachdachanlage erzeugt jährlich 37'400 kWh/a. Damit weist das Gebäude einen Eigenenergieversorgungsgrad von 131% auf. Auffallend ist die Raumheizung ohne traditionelle Heizungsanlage. Eine spezielle Waben-Fassadenverkleidung nutzt die Infrarotstrahlung und versorgt die Räume ganzjährig mit Wärme.

PEB-Diplom: 120%-PEB Max Schneeberger, 4514 Lommiswil/SO

Kategorie PEB

In Lommiswil/SO am schönen Jurasüdfuss erstellte die Familie Max Schneeberger innerhalb von vier Monaten ihren modernen PlusEnergieBau (PEB). Der Holzelementbau nutzt die passive Solarenergie durch die Ausrichtung der Haupträume nach Süden und spart mit kleineren Fensterflächen auf der Nordseite des Gebäudes viel Energie. Dank einer Erdsonden-Wärmepumpe, automatischer Wohnungslüftung, Best in Class-Haushaltsgeräten und 95% LED-Lampen weist der Neubau einen tiefen Gesamtenergiebedarf von rund 5’600 kWh/a auf.

PEB-Diplom: 130%-PEB-MFH Quadrat AG, 3008 Bern/BE

Neubauten: Reka-Feriendorf, 3914 Blatten bei Naters/VS

Kategorie B

Das 2014 erbaute Reka-Feriendorf mit 50 Wohnungen in Blatten bei Naters/VS konsumiert 471’000 kWh/a, mit dem dazugehörenden Hallenbad und Restaurant 791’800 kWh/a. Auf sieben von neun Dächern sind hybride Photovoltaik-Solarthermiekollektoren installiert, die gleichzeitig 135’100 kWh/a Strom und ca. 280’000 kWh/a Wärme produzieren. Insgesamt produzieren die Solaranlagen rund 415’000 kWh/a. Mit der solaren Wärme werden die geothermischen Erdspeicher aufgeladen. Aus dem Abwasser entzieht eine Wärmerückgewinnungsanlage Wärme für die Wärmepumpen.

Sanierungen: 225%-PEB-EFH-Sanierung Gasser, 4466 Ormalingen/BL

Kategorie B

Das 1986 erstellte Einfamilienhaus (EFH) der Familie Gasser in Ormalingen/BL konsumierte vor der Sanierung 13’600 kWh/a. Dank der umfassenden Fassaden- und Dachsanierung sank der Energiebedarf auf 10’200 kWh/a. Die Familie Gasser integrierte auf dem Dach eine 27 kW starke Ost-West-PV-Anlage optimal dach-, seiten-, trauf- und firstbündig. Sie erzeugt 23’100 kWh/a. Auffallend sind die ästhetisch ansprechenden quadratischen «Solarziegel» der PV-Anlage, die herkömmliche Dachziegel ersetzen und dem Gebäude eine besondere charakteristische Erscheinung verleihen.

Sanierungen: Einfamilienhaus-Sanierung Rey, 6102 Malters/LU

Kategorie B

Das massiv gebaute Einfamilienhaus (EFH) der Familie Rey in Malters/LU aus dem Jahre 1937 weist ein geschicktes Grundrisskonzept auf, das eine sinnvolle energetische Sanierung ermöglichte. Durch die Energiesanierung sank der Gesamtenergiebedarf um gut 80% von 49’200 kWh/a auf 9’600 kWh/a. Auch diese Sanierung erbringt damit den Beweis, wie einfach es ist, die rund 80% Energieverluste eines typischen Schweizer EFH zu eliminieren.

Sanierungen: Solares Weingut Davaz, 7306 Fläsch/GR

Kategorie B

Das Weingut Davaz in Fläsch/GR wurde 1977 erbaut und in den letzten 15 Jahren sukzessive erneuert und ausgebaut. Die gesamte Anlage fügt sich schlicht und unaufdringlich in die Weinberge ein. Genauso selbstverständlich sind die PV-Anlagen in die Schrägdächer integriert. Die flache Neigung und die fein ausgestalteten Dachrandabschlüsse führen dazu, dass die Solaranlagen vom Terrain aus nur zu erahnen sind. Dank der umfassenden Wärmedämmung bis 24 cm und der LED-Beleuchtung beträgt der Gesamtenergiebedarf heute 144’600 kWh/a.

Sanierungen: Mehrzweckgebäude «Kohlesilo», 4053 Basel/BS

Kategorie B

Das ehemalige Gebäude der Heizzentrale und des Kohlesilos der Maschinenfabrik Sulzer und Burckhardt in Basel wurde vollständig zu einem Mehrzweckgebäude umgebaut und bietet nun nebst der bestehenden Zirkusschule Platz für eine Praxis, ein Büro und zwei Konferenzzimmer. Auf dem Dach sowie an der Süd- und Nordfassade wurden grüne, goldfarbene, orange, blaue und graue PV-Module mit monokristallinen Solarzellen sowie einige Standardmodule in schwarz eingesetzt. Die 159 m2 grosse Anlage ist ganzflächig integriert und erzeugt jährlich 16’400 kWh Solarstrom.

Energieanlagen: Solarbagger Affentranger, 6147 Altbüron/LU

Kategorie C

Der innovative Bauunternehmer Markus Affentranger initiierte den weltweit ersten 16-Tonnen-Solarbagger mit Elektroantrieb. Dazu arbeitete er zusammen mit der ETH, der Hochschule NTB in Buchs und dem Baumaschinenhersteller Huppenkothen. Der SUNCAR-Elektrobagger ist geräuscharm, emittiert keine Schadstoffe und verfügt mit 75 bis 167 kW über eine erheblich höhere Leistung als vergleichbare Dieselbagger mit knapp 70 kW.

Energieanlagen: Hôtel des Associations, 2000 Neuenburg/NE

Kategorie C

Das fünfstöckige „Hôtel des Associations“ liegt in der ISOS-Schutzzone der Stadt Neuchâtel und ist eine soziokulturelle Einrichtung auf Stiftungsbasis. Im November 2014 nahm sie die perfekt vollflächig integrierte 27.7 kW starke PV-Anlage in Betrieb. Sie erzeugt jährlich 27'600 kWh/a und deckt 13% des Gesamtenergiebedarfs des Gebäudes von 205'400 kWh/a. Die Anlage ist mit Spezial- und Blindmodulen konzipiert, sodass sie optimal in die Dachflächen integriert werden konnte, um den historischen Charakter des Gebäudes zu wahren.

Energieanlagen: Solares ewl-Unterwerk Steghof, 6005 Luzern/LU

Kategorie C

Das städtische Elektrizitätswerk Luzern (ewl) sanierte und vergrösserte das Unterwerk Steghof an der Sternmattstrasse. Die 617 m2 grosse, perfekt integrierte Photovoltaik-Anlage ist als «Kunst am Bau» gestaltet. Um die optischen und technischen Anforderungen zu erfüllen, ist die 96 kW starke PV-Anlage vollflächig in die Dachfläche integriert und sorgt für eine homogene Dach- und Fassadenfläche. Die jährlich erzeugten 65’500 kWh Solarstrom decken 34% des Gesamtenergiebedarfs von 195’800 kWh/a des ästhetisch hervorragend gestalteten Unterwerks der Stadt.

Energieanlagen-Diplom: Solardach in Ortsbild-Schutzzone, 6003 Luzern/LU

Kategorie C

Mitten in der Ortsbild-Schutzzone B der Stadt Luzern realisierte Alois Stalder seine vorbildlich integrierte 34 kW starke PV-Anlage. Die 200 m2 grosse Dachhaut des neu erweiterten Dachstockes nutzt Stalder, um die gratis scheinenden Sonnenstrahlen aus allen vier Himmelsrichtungen einzufangen und damit 23’100 kWh/a Strom zu generieren. Die perfekt dachbündig integrierten Spezialmodule bilden mit den filigran konzipierten Dachfenstern eine einheitliche und harmonische Dachfläche.

Energieanlagen-Diplom: Massnahmenzentrum MZU, 8142 Uitikon/ZH

Kategorie C

Das Massnahmenzentrum Uitikon/ZH (MZU) ist eine Einrichtung für straffällige männliche Jugendliche und Erwachsene. Die Einrichtung umfasst eine Schreinerei, eine Garage, eine Gärtnerei, eine Malerei, eine Metallbauwerkstatt sowie drei unbeheizte Landwirtschaftsgebäude für den Ausbildungsbetrieb. Auf den südlichen Dächern der Landwirtschaftsgebäude sind drei PV-Anlagen mit insgesamt 224 kW Leistung installiert, die jährlich 205’100 kWh produzieren. Damit decken sie 29% des Gesamtenergiebedarfs von 710’000 kWh/a des MZU.

Hier stellen wir Ihnen sämtliche Schweizer Solarpreisträger/innen des Jahres 2015 vor. Die folgenden Projekte wurden am 29.September 2015 mit dem Schweizer Solarpreis  ausgezeichnet. An der Jubiläumsfeier zeichneten e. Bundespräsident Adolf Ogi, Präsident SIA Stefan Cadosch, Regierungsvertreter, National-, Stände- und Stadträte sowie weitere prominente Persönlichkeiten, die energieeffizientesten Bauten, die schönsten Solaranlagen und Institutionen mit dem Schweizer Solarpreis und dem Norman Foster Solar Award für PEB 2015 aus.

Eine Zusammenfassung aller Projekte finden Sie in der Solarpreispublikation 2015. Sie können die Solarpreispublikation 2015 in unserem Shop bestellen oder hier downloaden (siehe Link unten).

Die Publikation der Solarpreis-Bilder ist ausschliesslich unter der Quellenangabe "Schweizer Solarpreis 2015" gestattet. (Bei Nichteinhalten dieser Vorgaben werden CHF 5000.- in Rechnung gestellt).